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Wenn Kinder versuchen eine Beziehung zwischen einem sprachlichen Begriff zu dem Bezeichneten herzustellen, lassen sie sich von "Vorannahmen" leiten:

1. Ganzheitsannahme: Die Kinder beziehen den sprachlichen Begriff auf das ganze Objekt.

2. Taxonomieannahme: Die Kinder gehen davon aus, dass sich der sprachliche Begriff auf Objekte desselben Typs beziehen (z.B. eine Gruppe von Tieren wird als eine Art mit einem bestimmten Namen aufgefasst).

3. Disjunktionsannahme: Die Kinder nehmen an, dass jedes Objekt nur eine Bezeichnung hat und wenn sie schon eine Bezeichnung für dieses Objekt kennen, leiten sie ab, dass der neue sprachliche Begriff für etwas anderes (bezogen auf das Objekt) steht.

Weiterhin bekommen die Kinder Unterstützung aus dem sozialen Umfeld (zum Beispiel durch Korrigieren). Sie verfügen aber auch über ein "grundsätzliches Verständnis für die Struktur einer Sprache" und können so auch durch den sprachlichen Kontext, in dem ein Wort verwendet wird, Aufschluss über seine Bedeutung erhalten.

Das Sprachverständnis entwickelt sich schneller als die Sprachproduktion, somit haben Kinder einen großen passiven Wortschatz, bevor sie ihn überhaupt aktiv verwenden, allerdings können Dinge auch vor der Kategorisierung benannt werden (wechselseitiges Verhältnis von Kategorisierungsleistung und sprachlichen Bezeichnungen).